Der Duftgarten – Tipps zur Gestaltung


Viele Menschen glauben, dass ein Duftgarten seine betörenden Aromen ausschließlich aus den Blüten der Pflanzen erhält, die ihn bewohnen. Dabei sind es nicht nur die Blumen, die Düfte verströmen, sondern auch die Blätter und manchmal sogar die Rinden von heimischen oder exotischen Pflanzen. Dabei finden sich in einem Duftgarten nicht nur Menschen ein, um sich von den verschiedenen Aromen verführen zu lassen. Auch Vögel und Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge kommen gerne vorbei und beleben Ihre duftende Pflanzenoase.

Die Planung schließt Tageszeiten mit ein

Bei der Planung eines Duftgartens spielen deshalb beileibe nicht nur optische Aspekte eine Rolle wie bei den meisten anderen Gartenarten, sondern mit der richtigen Auswahl an Pflanzen kann Ihr Duftgarten ein sehr starkes Erlebnis bieten, das selbst innerhalb eines Tages sehr variiert.

Denn während Gemshorn, Engelstrompete, Nachtkerze, Levkojen, Nachtviole und Nachtjasmin am Abend oder gar erst in der Nacht ihren betörenden Duft verströmen, brauchen andere Pflanzen die Wärme eines strahlenden Sommertages, um ihre aromatischen Öle zu verdampfen.

Bei der Auswahl der Pflanzen für Ihren Duftgarten sollten Sie sich auf alle Fälle von Ihrer eigenen Nase leiten lassen, denn Düfte, die für andere betörend und köstlich sind, könnten Sie persönlich als störend und unangenehm empfinden.

Und genau wie bei anderen Gärten auch spielt natürlich das richtige Händchen bei der Planung eine große Rolle. Denn um den Garten praktisch das ganze Jahr am Duften zu halten, sollte der Gartenplan neben der Duftnote und Reichweite des Duftes auch die Jahreszeit enthalten, in der die entsprechende Pflanze am intensivsten ihre Aromen verströmt.

Kleine duftige Gesellen groß in Form

Um auch den Duft von kleinen Pflanzen mit kurzer Reichweite stehend und gehend genießen zu können, holen Sie diese am besten in die Reichweite Ihrer Nase. Dazu eignen sich Hügel, Hochbeete, Spaliere und Hängetöpfe sehr gut.

Und um den leichten Duft einiger Arten auch dann genießen zu können, wenn eine frische Brise weht, ist es manchmal ratsam, ganze Beete mit den gleichen Pflanzen anzulegen oder gar Wege mit ihnen zu säumen. Somit konzentrieren sich die Aromen in den verschiedenen Abschnitten des Gartens und intensivieren das Erlebnis.

Es kann aber auch ein besonderer Reiz eines Duftgartens sein, dass Sie Pflanzen verschiedener Arten direkt nebeneinander setzen, um damit ganz neue Dufterlebnisse zu schaffen, denn durch die direkte Nachbarschaft komponieren sich die Aromen immer wieder neu.

Von Klassikern bis zu Exoten

Fragt man einmal im Freundeskreis, wer welche Duftpflanzen kennt, so können die meisten Menschen zwar eine Menge duftender Blumen aufzählen, aber bei Sträuchern oder gar Bäumen hört es dann meist schon auf.

So sind Rosen, Maiglöckchen, Levkojen, Duft-Jasmin und Veilchen den meisten schnell im Sinn, wenn Sie sie auf einen Duftgarten ansprechen, aber mit Goldlack, Vanilleblume, Resede und Gewürztagetes haben die meisten kaum Erfahrungen.

Und nur wenige sind sich der Tatsache bewusst, dass gerade die beliebtesten unserer Küchenkräuter geradezu betörend duften. So freuen sich Zitronenmelisse, Lavendel, Minze, Thymian, Oregano, Rosmarin und Salbei in jedem Duftgarten allergrößter Beliebtheit.

Aber selbst Bäume können den Wohlgeruch Ihres Gartens vervollkommnen. So spenden gerade im heißen Sommer Koniferen wie Kiefern und Tannen, aber auch Eukalyptus und Amber nicht nur kühlenden Schatten, sondern auch herrliche Düfte.

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