Gräser – vielseitig und schön


Der Rasen ist erst der Anfang

Wer glaubt, dass mit einem englischen Rasen oder einer Blumenwiese das Thema Gräser im Garten schon abgehakt ist, irrt gewaltig. Auch wenn natürlich ein Rasen der absolute Klassiker ist. Aber nicht alle Gräser werden in erster Linie im Garten gepflanzt, um den Boden zu verfestigen und somit großflächig gegen Erosion zu schützen. Dies ist nur der praktische Nutzen eines Rasens, aber natürlich lieben wir ihn auch, weil er uns einen Auftritt im Garten verschafft, der an einen edlen Teppich erinnert. Ein Teppich, auf dem wir bequem gehen, aber auch spielen können und der auch so manche Fußballpartie übersteht. Beim Rasen wird die Wuchsfreudigkeit der Gräser, üblicherweise der Sorten Weidelgras, Schwingel, Straußgras und auch Rispengräser ausgenutzt. Diese Arten bilden einen dichten Teppich aus Wurzelwerk und Halmen, der durch regelmäßiges Mähen ein gleichmäßiges Aussehen erhält.

Ziergräser: die Diven unter den Gräsern

Beim Rasen kann durch den regelmäßigen Schnitt die einzelne Pflanze nie ihre vorgesehene Größe oder Wuchsform erreichen, geschweige denn Blüten ausbilden und Samen ausreifen. Genau die Charakteristika, die uns Ziergräser so sehr lieben lassen. Denn die Eleganz, mit der zum Beispiel die Prachtkerze, das Wollgras, das Rossschweif Federgras oder das Lampenputzergras ihre Wedel im spätsommerlichen Wind wiegen lassen, sind schon als poetisch zu bezeichnen.

Dabei haben diese Blütenstände Farben, die von Grün-, über Weiß- bis hin zu zarten Violett-Tönen reichen.

Und schöne kissenförmige Gräser beleben jedes Blumenbeet und schaffen Akzente im Garten. So zieren der Bärenfell Schwingel, das Pampasgras, das Polstergras oder die Morgenstern Segge so manches bundesdeutsche Beet. Die bläulichen Halme des Blauschwingels sind im Steingarten oder auch im Kübel sehr attraktiv. Und die Bronze Segge Carex Comans leuchtet besonders intensiv kupferfarben im Abendrot.


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